Sommer ade. Herbst is‘. Juchhe.

Herrschaften, da der Sommer vorbei ist, ist hier auch die Sommerpause vorbei.  Schee‘ wars. Also, die eine Woche, in der Sommer war. Um das ganze hier wieder zu beleben, erlaube ich mir einen kleinen kurzen Rückblick, auf den Sommer. Also, die eine Woche.

Beginne möchte ich mit ein paar Worten an den Fahrer des dunklen Golf Gti, Kennzeichen RO-RJ 6nn. Hier, Depp, dass du nicht der Hellste bist, hat man schon an der dümmlich kichernden Uschi am Beifahrersitz erkannt. Gut, mancher steht halt auf schlecht blondierte Friseusen. Seis drum. Aber wenn einer, so wie du, bei knappen 150km/h, auf der dritten Spur, am Handy rumtippt, dann gehört so einer aus der Karre gezogen und so lange in den Arsch getreten, bis das letzte bisschen Resthirn oben ausm tumben Schädel ploppt.

Überhaupt, Herrschaften, was man so auf bundesdeutschen Autobahnen erlebt, lässt einen, wie die liebe und mittlerweile verschiedene Frau S. früher in der Grundschule immer sagte, „die Grausbirn aufsteigen“. Das Rechtsfahrgebot kennt der Mittelspurschleicher nur aus der Fahrschule (so überhaupt besucht). Erstaunlicherweise kann der Piefke das aber, sobald er nach Österreich kommt. Ich vermute hier einen Zusammenhang mit dem fehlenden Tempolimit (obwohl ich gerne rase äh zügig fahre, bin ich grosser Anhänger eines flächendeckenden Tempolimits, weil ich dies dem Verkehrsfluss massiv dienlich finde). Oder der Angst vor dem grimmigen Älpler.

Dass viele Gefährder vorm Spurwechseln nicht blinken und einfach so, mit 120 km/h, rausziehen, ist ok, man soll dem Feind ja nicht sein Manöver vorab anzeigen. Oder sind manche aus Angst so an das Steuerrad festgeklammert, dass sie die Hand nicht runner bekommen? Und warum wechselt man schon 10 km, bevor man auf den vor einem fahrenden LKW auffährt, die Spur? Um dann, mit 100, auf der Überholung dahin zu schleichen? Unbegreiflich. Übrigens, auch im Tunnel kann man 100 fahren. Darf es sogar. Man muss da nicht plötzlich auf 80 runner bremsen, bloss weils dunkel wird. Dazu gibts Licht. Das ist der andere Schalter.

Aber, einen guten Nebeneffekt haben die Idioten, die da rumschleichen – nach diesen 721 km steige ich immer ganz entspannt aus Günterchen aus (ja, unser Auto hat einen Namen). Es kühlt einen richtig ab und ist dem Kreislauf sehr dienlich, wenn man den anderen unentwegt Fahrtipps und Lenkvorschläge zurufen tut.

Mein und unser Sommer, also die eine Woche, bestand somit aus schaffen (damits demnächst wieder aufs Boot gehen kann), linksfahrende Piefke in ihren 80-er Jahre-Daimler über die Autobahn zu hetzen und fress äh speisen. In Villach. Und Umgebung. Ich glaube, ich kann bald einen Restaurantführer für Kärnten rausgeben. Steak. Italiener. Asiat. Almhütt‘. Alles dabei. Alles lecker. Ich darf nur jetzt mal länger nimmer runner fahren, sonst a) bekomme ich auf der Autobahn einen Herzinfarkt und b) kann ich meine diätischen Abnahmebestrebungen vergessen.

Obwohl. Scheiss drauf. Nächster Termin im Steakhaus (Tipp: Clocktower Villach) ist schon fixiert. Und dann gibts das 300-er. Mit 4 Beilagen. Und nem Pitcher. Plus Dessert. Und danach noch ein oblatendünnes Minz. Inklusive Eimer. Und Putzfrau.

Aber jetzt erstmal Fohlen schlachten.

Info zum Beitragsbild – Blick auf den Hundsmarhof. Wenn mal einer in der Nähe von Villach ist, unbedingter Ausflugstipp.

 


7 Gedanken zu “Sommer ade. Herbst is‘. Juchhe.

  1. schon etwas garstig die Ausdrucksweise, mit anpreisen roher G’walt. zzzzzz.
    Aber wieder umwerfend geschrieben. Wie Du immer so relaxt bei uns zur Tür reinkommst. Kaum zu glauben wenn man erfährt was unterwegs abgeht…

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