Ausflug ins Ländliche

Ich bin ja nicht so der Auswärtsfahrer. Zu anstrengend. Zu weit. Und dann so lange nach Hause, mit dem Zorn im Hirn, weil die Deppen wieder mal versagt haben.

Aber manchmal ergibts sichs. Unerwartet und unerhofft. So wie Anfang Dezember, als in der muggeligen Heimat weilend.

Da fahren wir runner, vom Magdalensberg (Restauranttipp – http://www.hotel-magdalensberg.at/), wo wir uns an Braten und Palatschinken gütlich getan haben. Mit der Fraa, und einem meiner ältesten Freunde. Also, im Sinne von langjährig. Ich habe noch ältere. Also, im Sinne von alt.

Ruft der Schwager an (habe jüngst entdeckt, dass unser Auto per Bluetooth eine Freisprecheinrichtung hat. Nach 3 Jahren. Bin begeistert, wenn ich jetzt telefonieren muss, setze ich mich immer ins Auto), er habe Zugang zu Tickets für das Eintracht-Spiel. In Augsburg. Jo mei, dann mach ich das mal. Spontan wie ich bin. Wird zwar fast 1, bis in Vilbel. Aber nächsten Tag ist eh Büro. Das geht.

Sonntag also. Früh wählen. Österreich hats geschafft, einen neuen HBP zu wählen. Wirds halt der Kettenraucher. Jo mei.

Ab ins Bayrische. Kaum Linksfahrer auf der Autobahn. Grossartig. Musste nur selten rechts überholen. Zur Verwandschaft, dann mitm Auto mit eingebauter Vorfahrt nach Augschburg. Den edlen Ticketspender abgeholt. Netter Kerl. Obwohl Bayernfan. Dann habe nach ich dem Haus von Veh Ausschau gehalten. Habs nicht gefunden. Faule Tomate kann im Kofferraum bleiben. Schade. Oder zum Glück. Finde mal Sonntags abend einen Anwalt.

Rein ins Stadion. Lecker Wurst. Feine Tickets. Im Heimsektor. Alles sehr skurril dort. Die Auswärtsfans werden begrüsst. Paar Kinder marschieren im Kreis. Und irgendwas aus dieser Puppenkiste labert was von wegen „Vorbericht zum Heimsieg gg. Frankfurt“.

Die erste HZ war ich sehr still, beim Tor habe ich kurz die Faust in der Tasche geballt. Man will ja net unangenehm auffallen. In der Zweiten war ich dann aktiver, bin aufgesprungen, habe geschimpft. Wie beim Heimspiel. Ging ja nicht an, dass wir bei diesen Hinterwäldlern nicht gewinnen. Kam aber so. Ärgerlich. 3 Minuten vorher raus, man wollte ja nicht im Stau stehen. Da wurden wir von einer ortsansässigen Omma noch wüst beschimpft. Durfte mich aber leider nicht wehren. Weg, raus, heim.

So allgemein, auswärts ist nichts für mich. Ich brauche die festen Rituale, die gleiche Mukke. Und meinen Platz. Aber, wenns sichs ergibt, fahre ich sicherlich wieder mal auswärts. Dann aber nicht im Heimblock. Sondern unter meinesgleichen. Dann kann man auch die einheimische Landbevölkerung bepöbeln. Wies halt so gehört, beim Sport.

Info zum Beitragsbild – Eintrachtfan. Lieblingsschwager. Ticketspender. 


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